
Trotz angespanntem Haushalt gibt die Gemeinde in verantwortungsloser Art und Weise Gelder aus!
Ein Zwischenruf von Heiko Mutz
Kein Tag vergeht, ohne dass in den Nachrichten von Bürokratieabbau, Finanznot und Einsparungen die Rede ist. Als Bürger dieses Landes wünsche ich mir: „Tut es doch einfach!“. Dann gibt es Momente der Hoffnung, aber es dauert in der Regel nicht lang, dann wird diese in brutaler Weise zerstört. So geht es mir zumindest, wenn ich durch unsere landschaftlich schöne, aber politisch desaströse Heimat gehe. Eines dieser Schlüsselerlebnisse möchte ich Ihnen mitteilen.
Ich wohne in Wildpark West, irgendwo in Reihe 5, ganz bodenständig. Die Verkehrsdichte hier geht gegen Null, im Vergleich zur Hauffstraße. Deshalb gibt es nur gleichrangige Straßen und somit nahezu keine Beschilderung, rechts vor links. Alle kommen klar damit, alle glücklich, Ende. Kurz bevor ich mein Zuhause erreiche biege ich auf einer T-Kreuzung links ab.
Eines Tages ist diese bestückt mit 6 Halteverbotsschildern und man erkennt sofort, hier waren keine Profis am Werk! Als ich meinen Führerschein bekommen habe, hieß er noch Fahrerlaubnis und es ist 40 Jahre her. Aber eins weiß ich noch, im 5-Meter-Bereich von Kreuzungen gilt absolutes Halteverbot! Ich habe nicht nachgemessen, aber an besagter Stelle scheinen mir fast alle Schilder innerhalb dieses Bereiches! Wir wohnen seit acht Jahren hier. Noch nie, aber wirklich noch nie habe ich hier parkende Autos gesehen.
Aber warum stehen sie nun da, diese sechs Störenfriede? Das fragte ich die Bürgermeisterin und Ortsvorsteher in einer Ortsbeiratssitzung. Die Antwort, eine „typische Hoppe“. Man erklärte mir, dass diese Maßnahme auf Bitten der REGIOBUS erfolgte, da wohl der Busfahrer der Linie 610 auf dem Weg zur Toilette in den Bürgerclub durch ein Fahrzeug behindert wurde. Nach dieser Erklärung war ich erst mal sprachlos. Irgendwie habe ich so einer Antwort befürchtet, aber ich hoffte mich zu irren, vergebens.
Es macht mich regelmäßig fassungslos, wie unsere Gemeinde Herausforderungen angeht. Gewünscht hätte ich mir: Das Ordnungsamt schreibt einen Brief an den entsprechenden Anwohner, der Ortsvorsteher klingelt bei nächster Gelegenheit und spricht das Thema an, auch ich als Mitglied des Ortsbeirates hätte diese Aufgabe übernommen, wenn man mal darüber gesprochen hätte. Aber Kommunikation ist die Stärke der Gemeinde nicht! Und das macht das Leben, aber auch das gemeinsame Miteinander nicht einfacher. Die jetzige Gemeindespitze ist nach meiner Auffassung weder offen noch kreativ genug für neues Denken und Handeln. Daher hoffe ich, dass mit der anstehenden Bürgermeisterwahl ein neuer Stil ins Rathaus einzieht. Ein „Weiter so“ wie in den vergangenen 24 Jahren wäre fatal für die politische Entwicklung unserer Kommune.
Daher mein Aufruf, gehen Sie am 11.10.2026 zur Neuwahl der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters! Setzen sie sich mit den Inhalten auseinander, unterscheiden sie zwischen wohlklingender Floskel und konkretem Inhalt! Letzteres ist schwer zu finden bei den aktuellen Kandidaten. Oder noch besser: seien sie proaktiv, stellen Sie sich selbst als BürgermeisterkandidatIn auf. Bis 6. August ist Zeit dafür! Es ist Zeit Probleme anzugehen, nicht zu umschiffen! Sie als neue BürgermeisterIn, wie wäre das?
Wer sich den überflüssigen Schilderwald ansehen möchte: Wildpark West, Schulstraße Ecke Zum Birkengrund!
Heiko Mutz, 19.6.2026
Zwischenrufe enthalten persönliche Wahrnehmungen und Empfindungen, die nicht unbedingt die Meinung der Wählergemeinschaft Wir für Schwielowsee e.V. wiedergeben.
